Du läufst deinen ersten Halbmarathon oder Marathon und fragst dich, wann du Gels nehmen musst, was Hydrogel überhaupt ist und ob du Elektrolyte brauchst? Dann bist du hier genau richtig. Dieser Guide ist für alle, die bisher nur mit Wasser gelaufen sind – und am Renntag nicht mit Magenproblemen oder dem berühmten Mann mit dem Hammer Bekanntschaft machen wollen.
Das Wichtigste vorweg: Verpflegung beim Laufen ist kein Profi-Hokuspokus, sondern simple Mathematik. Dein Körper speichert nur etwa 90 Minuten schnell verfügbare Kohlenhydrate. Alles darüber hinaus musst du während des Laufs nachfüllen. Wer das versteht, finisht entspannter, schneller und mit deutlich mehr Spaß.
Warum du beim Laufen überhaupt essen und trinken musst
Beim Laufen verbrennst du pro Stunde grob 600 bis 800 kcal – je nach Gewicht und Tempo. Deine Glykogenspeicher in Muskeln und Leber liefern davon nur rund 1.800 bis 2.000 kcal. Heißt: Ab ca. Kilometer 25 bis 30 beim Marathon, bei vielen Einsteigern schon ab 75 bis 90 Minuten, wird es eng.
- Energiemangel = Hungerast: Beine werden schwer, Tempo bricht ein, Kopf wird leer. Klassische Unterzuckerung.
- Flüssigkeits- und Natriummangel = Krämpfe, Kopfschmerzen, Übelkeit: Du verlierst pro Stunde 0,5 bis 1,5 Liter Schweiß – und damit Salz.
- Zu viel auf einmal = Magenprobleme: Vor allem hochkonzentrierte Gels ohne Trinkstrategie liegen schwer.
Genau dafür gibt es drei Bausteine, die du kombinierst: 1. Kohlenhydrate (Gels, Drink Mix, Riegel), 2. Wasser, 3. Elektrolyte (Natrium). Mehr ist es im Kern nicht.
Die 3 Bausteine einfach erklärt: Gel, Hydrogel-Drink und Elektrolyte
1. Energy Gel – deine Energie im Taschenformat
Ein klassisches Energy Gel ist konzentrierter Zucker in Sirupform, meist 20 bis 25 g Kohlenhydrate pro Beutel. Du nimmst es ohne Kauen, trinkst Wasser nach und hast in 10 bis 15 Minuten wieder Energie. Faustregel für Einsteiger: alle 30 bis 40 Minuten ein Gel, dazu immer 200 bis 300 ml Wasser.
Der Unterschied beim Hydrogel-Gel: Das Maurten Gel 100 nutzt Alginat aus Algen und Pektin. Im sauren Magen bildet sich ein Gel, das 25 g Kohlenhydrate schonender transportiert und erst im Darm freigibt. Kein extra Wasser-Zwang wie bei isotonischen Gels, neutraler Geschmack, vegan, glutenfrei, ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Gerade wenn du einen empfindlichen Magen hast, ist das im ersten Rennen Gold wert.
2. Drink Mix – Energie + Flüssigkeit aus der Flasche
Ein Drink Mix löst du in Wasser auf. Vorteil: Du führst Energie und Flüssigkeit in einem Zug zu, musst keine Beutel aufreißen und verteilst die Kohlenhydrate gleichmäßiger. Ein Drink Mix 320 liefert 80 g Kohlenhydrate pro 500 ml – das sind über drei Gels in einer Flasche. Für Einsteiger ist das oft verträglicher als Gel-Stakkato.
Praxis-Tipp: Viele Halbmarathon-Finisher laufen nur mit Drink Mix + 1 bis 2 Gels als Backup. Marathonläufer kombinieren: Drink an den eigenen Flaschenpunkten, Gels dazwischen.
3. Elektrolyte – das unterschätzte Salz
Wasser allein ersetzt kein Salz. Natrium hält Wasser im Körper, beugt Krämpfen vor und lässt dich überhaupt erst Durst richtig regulieren. Bei Läufen über 90 Minuten, bei Hitze und wenn du stark schwitzt oder weiße Salzränder am Shirt hast, brauchst du Elektrolyte.
Die einfachste Lösung sind kalorienarme Brausetabletten wie SiS Hydro Tabletten: Eine Tablette auf 500 ml, schmeckt leicht nach Ananas-Mango, liefert Natrium ohne zusätzliche Kalorien. Du kannst sie also zusätzlich zu Gels trinken, ohne deine Carb-Rechnung zu sprengen.









